19.12.2017 - Großer Erfolg für Lukas Haberl


Yannis Saje und Lukas Haberl segelten von 9. bis 12. Dezember 2017 in Sanya, China als einziges österreichisches Team bei den Youth Sailing World Championsships. Sie gewannen die letzte Wettfahrt und sicherten sich den 6. Gesamtplatz.

 

Die Jugendweltmeisterschaften sind das Highlight eines jeden Seglerjahres. Über 380 Segler aus 62 Nationen kamen dieses Jahr in China zusammen, um die Weltmeister in den Jugendklassen zu ermitteln. Etwa vier Stunden von Peking entfernt war Sanya, auf der Inselprovinz Hainan der Volksrepublik China gelegen, der diesjährige Austragungsort der Youth Sailing World Championsships.

 Yannis Saje (SCTWV Achensee) und sein Vorschoter Lukas Haberl (UYC Mondsee) haben dieses Jahr in Österreich bereits überlegen die Bestenwertung der 420er Klasse gewonnen und sicherten sich als Abschluss der Segelsaison 2017 am Attersee in der letzten Regatta auch noch den Jugendmeistertitel. Das Highlight des Jahres folgte dann aber erst Anfang Dezember, als man zusammen mit Trainer Matthias Schmid nach China aufbrach um an der Jugendweltmeisterschaft teilzunehmen. Vorausgegangen war der letzten Regatta jeweils eine Trainingseinheit am Gardasee und eine in San Remo in Italien: "Die Saison 2017 war extrem herausfordernd, da wir versuchten soviel internationale Erfahrung wie möglich zu sammeln, gleichzeitig aber auch die Regatten in Österreich segeln wollten. Am Ende hat es wunderbar geklappt und ich bin froh, dass wir die letzte Saison in der 420er Klasse mit diesen Erfolgen abschließen konnten", meint Vorschoter Lukas Haberl zum dichten Programm.

 

Sanya in China erinnert mehr an eine tropische Insel denn an eine chinesische Stadt. Lange Sandstrände, eine tolle Infrastruktur und ein spannendes und mehr als herausforderndes Segelrevier. Vier Tage Eingewöhnung und Akklimatisation mussten genügen, startete doch am 10. Dezember das Practice Race, dass das Segelteam auf dem dritten Rang beendete. "Das Revier ist wirklich anspruchsvoll. Extrem drehende Winde, Strömungen und ein Feld, dass ausschließlich aus den besten Segler ihrer Heimatländer besteht, machen es wirklich herausfordernd hier zu segeln," meint Yannis Saje. Am Abend folgte dann eine imposante Eröffnungsshow, die unter dem Motto "All Waters Into One" stand, bei der jeder Segler symbolisch Wasser in einen großen Topf leeren durft als Zeichen des Zusammenhalts und des Friedens.

 

Am Montag, den 11. Dezember starteten dann die eigentlichen Wettfahrten. Und damit auch ein Auf und Ab an Gefühlen für die beiden Segler. Die erste Wettfahrt beendete man immer in den Top Acht, die zweite allerdings warf das gesamte Feld ordentlich durcheinander. "Die Winddreher sind enorm, man macht nur eine falsches Manöver und verliert auf einen Schlag fünf Plätze. Aber wir geben nicht auf und werden das Revier bis Ende der Woche schon in den Griff bekommen", gab sich Lukas Haberl kämpferisch. So ging es die folgenden Tage auch weiter - extreme Winddreher und Strömungen machten den Segler ordentlich zu schaffen. Am letzten finalen Tag am Freitag war die Situation ähnlich. Das Team entschied sich allerdings für die richtige Seite und sicherte sich in der letzten Wettfahrt ihrer 420er Segelkarriere einen Wettfahrtssieg. Und das bei einer Weltmeisterschaft. "Die ganze Woche war schwierig und wirklich herausfordernd, aber das uns ein Wettfahrtssieg bei einer Weltmeisterschaft in diesem Feld gelingt ist wirklich unglaublich. Ehrlichgesagt kann ich es noch gar nicht glauben," meint Steuermann Yannis Saje sichtlich erschöpft zum Sieg in der letzten Wettfahrt.

 

Die beiden Sportler, welche jeweils ein Schul-Sport-Modell in Innsbruck bzw. Salzburg besuchen, steigen jetzt in die olympische 470er Klasse um und beginnen in den Weihnachtsferien bereits mit dem Training. Anschließend beginnt Anfang Jänner in Miami bereits der erste Weltcup der Segelsaison 2018. "Wir sind extrem motiviert und gespannt, was uns in der neuen Klasse erwartet. Wir haben in der 470er Klasse in Österreich bereits ein Team, das kontinuierlich Erfolge einfährt und in der Weltspitze regelmäßig Podest Plätze ersegelt. Daran gilt es anzuschließen und hart an uns zu arbeiten", zeigt sich Lukas Haberl äußert motiviert auf die neuen Herausforderungen.

  (Mitgeteilt von Michael Sagmeister)