01.09.2016 - 94 Boote bei der Finn-ÖSTM

So muss Segeln!

Finn ÖSTM 2016 - die zweitgrößte Finnregatta der Welt!

94 Teilnehmer am Start! Wir reden hier nicht von einer Yardstick-Langstrecke, die solche Teilnehmerzahlen in Österreich bestenfalls bei der Rund Um am Bodensee erreicht, sondern von einer Staatsmeisterschaft in einer Olympischen Klasse. Der Finn ist wohl die einzige Klasse überhaupt, die noch mit superlativen Teilnehmerzahlen aufzeigen kann. So waren nur bei der heurigen Masters-WM am Gardasee mit 355 Booten mehr Schifferl am Start als hier. Und eine Klasse, die Superlative bietet, hat auch eine Veranstaltung der Superlative- und eine solche war jene am Attersee - verdient!


Der Rosenwind war im heurigen Jahr bisher nur in der Clubchronik nachweisbar. Das Glück war den Tüchtigen hold, und er zeigte sich an 3 Tagen - zwar in unterschiedlicher Stärke- von seiner schönsten Seite. Die Wettfahrtleitung unter Blondls Kommando bot eine untadelige Leistung, die sich vor allem durch perfekte Startlinien auszeichnete. Bei 8 Wettfahrten gab es nur 2 Fehlstarts. Und die Tonne lag oft verdammt weit links, sodass man sich nie sicher sein konnte, ob man wirklich ins rechte Eck nageln soll .


Die Landorganisation unter Führung von Scheini stand dem um nichts nach. Seglerfreundliche Platzorganisation, Anmeldung, Vermessung, Stegbier, Pasta-Party und und und - alles war perfekt!


Dass Ondrej Teply, der die Olympiaquali nur um Haaresbreite verpasst hatte, in Rio wohl mehr gefordert gewesen wäre, ist amtlich. 8 Wettfahrtsiege sprechen eine deutliche Sprache. Aber die Kluft zwischen Olympia- und nationalem Niveau (Profis und ambitionierten Sonntagsseglern) zeichnet wohl jede Olympiaklasse aus (in anderen Klassen gibt es oft gar kein nationales Niveau mehr). Eindrucksvoll nach wie vor die Performance von Flo Raudaschl auf Platz zwei, der noch nix verlernt hat. In der Österreicherwertung folgten dann Luggi Luschan (5), der mit solider Konstanz zum Erfolg kam und Michi Gubi (8), der ein bisserl durchgebeutelt wurde. Toll auch die Leistung von Mas Schneeberger (11) - seine bisherwohl beste Finn Performance - und respektabel auch jene von Tom Thaller, der in dem Klassefeld (und bei überweigend leichtem Wind) einen respektablen 64. hinzauberte.

Bericht von Michael Gubi