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Clubgeschichte des UYC Mondsee

Der UYC Mondsee wurde am 20.Mai 1908 auf Antrag von Herrn C.C.Friese gegründet und wies bereits 30 aktive Mitglieder auf.
Erster Obmann war Herr Robert Baum, in dessen Gebäude am See der Club auch seinen ersten Sitz hatte.Gesegelt wurde damals mit Flundern und in der 35m2-Rennklasse.

Nach einem Stillstand während des 1. Weltkrieges wurde in der Generalversammlung 1921 beschlossen, auf dem vom Clubmitglied Dr. Ferry Angerer dem UYC geschenkten Grundstück ein Clubhaus zu erbauen, das im Jahr 1923 eröffnet wurde. Gesegelt wurde damals vornehmlich mit 10-, 15- und 20m²-Rennjollen. Besonders im "20iger" wurden internationale Regatten unter Beteiligung der Segellegende Manfred Curry ausgetragen.

Den nächsten Stillstand im Clubleben brachte dann der 2. Weltkrieg. Mit Kriegsende wurden die ersten Reparaturen an Clubhaus, Bootsschuppen, Steganlagen und Regattaanlagen vorgenommen. Die ersten Boote wurden wieder repariert und zu Wasser gelassen. Bis zum 40-Jahre-Jubiläum (1948) war ein funktionierendes Clubleben weitgehend wiederhergestellt. Zu dieser Zeit tauchten die ersten Piraten auf, in denen in den nächsten Jahren ein ansehnliches Trainings- und Regattafeld entstand. Neben dem Piraten wurde hauptsächlich im "20iger" und in der 35 m2-Rennklasse mit dem Clubboot "Mara" gesegelt.

In der Generalversammlung am 19.8.1956 wurde der Abriß des alten Clubhauses und dessen Neubau beschlossen. Dieses Clubhaus wurde am 14.Juli 1957 eröffnet und besteht in seinen wesentlichen Teilen heute noch. Kurz darauf erfolgte der Um- und Ausbau der Attersee-Bundesstraße, die bisher unmittelbar hinter dem Clubhaus vorbeiführte. Damals entstand unsere Zufahrt in ihrer heutigen Form und es konnte ein abgeschlossenes Clubgelände abseits vom Durchzugsverkehr geschaffen werden. Damals kamen der FD und Finn als neue olympische Klassen und erzeugten auch im UYC Mo neue Regattaaktivitäten mit sehr guten Erfolgen nicht nur auf inländischen Revieren.
Dieser sportliche Aufschwung wurde am 5.Februar 1964 durch einen Eisstoß schwer beeinträchtigt. Der Eisstoß zerstörte alle unsere Stege und ließ sie als Wracks auf der Nachbarwiese zurück. Durch finanzielle Zuwendungen des ÖSV und öffentlicher Stellen, durch Spenden und selbstlosen Arbeitseinsatz unserer Mitglieder konnten die Steganlagen bis zum Sommer 1964 wieder erneuert werden.

In der zweiten Hälfte der 60er Jahre bildete sich im Club eine ansehnliche 470er Flotte, was schließlich auch zur Anschaffung eines 470ers als Clubboot führte. 470er Regatten wurden im Club durchgeführt und von unseren Mitgliedern im In- und Ausland mit guten Erfolgen besucht. Ende der 60er Jahre begann im UYC Mo das Zeitalter der Catamarane - zuerst
B-Catamaran, dann Tornado und Dart und schließlich heute auch A-Catamaran. Speziell im Tornado haben unsere Mitglieder bedeutende nationale und internationale Erfolge erringen können. In den 70er Jahren wurde verstärkt das Augenmerk dem Jugend- und Jüngstensegeln gewidmet. Der Optimist startete seinen Einzug in die Jüngstenausbildung und ist bis heute durch kein gleichwertiges Boot ersetzt worden. Unsere Optimisten entwickelten sich zum Schrecken der umliegenden Reviere, da immer wieder am Siegespodest ein Segler des UYC Mo stand. Eine Reihe von Optimistseglern stiegen dann in den 420er um und beteiligten sich an Regatten im Inland und Ausland. Nicht zu vergessen ist der Laser, der vor ca. 25 Jahren seinen Einzug im UYC Mo gehalten hat und von Clubmitgliedern erfolgreich im In- und Ausland gesegelt wurde und wird. Schließlich seien noch die Dyas- und Ynglingklasse erwähnt, die seit vielen Jahren von Mitgliedern gesegelt wurden bzw. werden. An die großen Erfolge unserer Mitglieder im Yngling darf dabei erinnert werden.

Nachdem die Zahl der Freizeitkapitäne und damit der Kajütboote in Laufe der Zeit im Club immer mehr zunahm, wurde im Jahre 1972 der bis heute unverändert stehende Bootshebekran errichtet ( Kosten ca. S 350.000).
In einer ao. Generalversammlung im Jahr 1979 wurde die völlige Neugestaltung der Hafen- und Steganlage beschlossen und bis 1980 mit einer Kapazität von 50 Liegeplätzen und einem Kostenaufwand von ca. S 600.000.-- fertiggestellt. Für das 75-jährige Jubiläum 1983 wurden die Anlagen restauriert.
Im Jahr 1990 wurde das Clubhaus in seiner heutigen Form mit Kosten von ca. S 1,100.000,-- erweitert. Nicht lange nach der Eröffnung bescherte den Club ein Hochwasser, bei dem man zwar in Clubhaus mit der Zille fahren konnte, das uns aber Dank der vorbeugenden Maßnahmen einiger unserer Mitglieder (es sind immer dieselben) kaum Schaden hinterließ.

Im Jahr 1996 wurde beschlossen, das ehemalige Fahrgestschiff "Eisenau" anzukaufen. In den Jahren 1996 und 1997 wurde das Boot in nahezu 5000 Arbeitsstunden von einer Reihe von Mitgliedern von Grund auf renoviert, wobei Burghart Reiter, Alfred Pölz und Werner Kohrnfeindt die technischen Anleitungen gaben und auch die Hauptarbeit leisteten. Heute stellt die "Eisenau" als Wettfahrtleitungsboot ein viel bewundertes Schmuckstück im Club dar.
Am 13.2.1997 mittage zerstörte ein Eisstoß neuerlich sämtliche Stege. Sofort wurde an die Wiedererrichtung in Form von festen und Schwimmstegen mit 75 Liegeplätzen geschritten. Nach mühsamen Verhandlungen mit dem Naturschutz konnten die mit einem Kostenaufwand von ca.S 3,500.000,-- neu errichteten Stege am 19.7.1997 wieder bei Hochwasser eingeweiht werden.
Nur die tatkräftige Mitarbeit einer ganzen Reihe von Mitgliedern und die finanzielle Unterstützung seitens Land, ASVOÖ und Mondseegemeinden sowie einer Umlage als Zuschlag zum Mitgliedsbeitrag konnte dieses Vorhaben ausgeführt werden.

In der Generalversammlung am 14.8.1998 wurde einstimmig der Ankauf des Seegrundes, auf dem sich unsere Steganlagen befinden, beschlossen. Die Kosten hiefür betrugen ca. S 2,000.000,--.

Seit damals befindet sich das Clubgelände mit Ausnahme geringfügiger Änderungen bis zur Verfassung dieser Clubgeschichte im August 2002 in unverändertem Zustand.

 

Union-Yacht-Club Mondsee, A-5310 Mondsee Am Ostufer 245
Tel. +43 (0)6232 3980 - www.uyc-mondsee.at - Email: club@uyc-mondsee.at @